Vertikale Flächensperre mit Isophob®-k:

 

Außenabdichtung mit Bitumenspachtelung
Außenabdichtung mit Bitumenspachtelung

Da Häuser mit einer Unterkellerung generell mit dem Erdreich in Verbindung stehen, braucht das Haus nicht nur einen Nässeschutz von unten, sondern auch einen Schutz von der Seite gegen eindringende Nässe.

Die Außenabdichtung übernimmt heutzutage meist eine Dickschichtspachtelung aus einer bituminösen Masse. Teils wird dieser Dichtschicht, die ja direkten Kontakt zum Erdreich hat, eine gepolsterte Folienschicht vorgeschaltet, um mechanische Schäden durch das Erdreich von der Dichtung abzuhalten.

Bei Fehlen dieser Dichtungsschicht ist eine Querdurchfeuchtung der Kellerwand nach innen auf die Dauer unvermeidlich.

Feuchtschäden entstehen auch dann, wenn nach Jahren die bestehenden Schutzschichten beschädigt und damit undicht geworden sind.
Das kann durch Erdbewegungen entstehen oder durch „Austrocknen“ der Bitumenmasse, die über einen Zeitraum von 20-30 Jahren regelrecht „spröde“ wird.

Eine Bitumenschicht nachträglich aufzubringen bedeutet bis auf die Tiefe der Bodenplatte den gesamten Außenwandbereich auszuschachten und die Isolierung vorzunehmen.

Es gibt jedoch immer wieder das Problem, dass zumindest Teile der Außenwände nicht freigeschachtet werden können. Die Gründe hierfür sind vielfältig und können z.B. in einer Bebauung (Garage, Terrasse, nicht unterkellerter Anbau usw.)

Außerdem sind diese Arbeiten natürlich mit zusätzlichen Kosten verbunden. Aus den oben genannten Gründen werden oft die abenteuerlichsten Maßnahmen durchgeführt um die Querdurchfeuchtung zu stoppen.

Als Beispiele für falsch verstandene Physik:
•    Dichtschlämme oder Sperrputze, auf der Wandinnenseite. Sie stoppen das Wasser lediglich vor Ihrer Tapete, behalten die gesamte Feuchtigkeit aber innerhalb des Mauerwerks und verdrängen diese zum Teil in andere Wandbereiche.
•    Räume werden mit kompletten Blechwannen von innen ausgekleidet. Ein riesiger Aufwand mit demselben Ergebnis wie oben.
•    Verlegung von Heizungsrohren in der durchfeuchteten Wand. Dies hält die innen liegende Wandschicht trocken. Allerdings bleibt der Wandkern weiterhin nass, das erwärmte Kapillarwasser verdampft und zieht durch den sich bildenden Unterdruck weiteres Wasser nach. Außerdem verursacht das verdampfende Wasser eine hohe Raumluftfeuchte, die wiederum abgeführt werden müsste.
Alle diese ungeeigneten Verfahren haben schließlich zur Folge, dass das Mauerwerk nachhaltig durch erhöhte Salzablagerung und Kristallisation geschädigt wird.
Was allen gemein ist: Sie beseitigen nicht die Ursache für den Wassereintritt.


Das Wichtigste bei einer Gebäudeabdichtung ist:


Immer die Ursache abstellen (den Wassereintritt), nie an den Symptomen herum experimentieren (Wasseraustritt).

 


 

Wie arbeitet die Isophob-k Flächensperre?

isophob®-k ist, wie bereits beschrieben, ein rein organisches Isophobierungsmittel, mit dem der kapillare Wassertransport im Mauerwerk unterbrochen wird, ohne die Poren zu verstopfen. Die Wirkung dieser Methode ist seit über vier Jahrzehnten erprobt und hat sich – auch wegen dieser Langlebigkeit – an vielen tausend Quadratmetern bewährt.

Die isophob®-k-Horizontalsperre ist nicht dünn wie eine Bitumenpappe, sondern besteht aus einer ca. 30 cm hohen isophoben Wandzone. Durch übereinandergelegte Horizontalsperren kann man daher Kelleraußenwände auch flächig gegen die Querdurchfeuchtung aus dem außen anliegenden nassen Erdreich sperren.

isophob®-k erzeugt einen sehr großen Tropfenrandwinkel und damit eine sehr starke Kapillardepression. Die Wirkung ist daher ab einer Wandstärke von 36 cm hervorragend geeignet, im Erdreich liegende Wände gegen Querdurchfeuchtung, selbst bei außen anstehendem Stauwasser (Druckwasser), trocken zu halten.

Eventuell vorhandene Risse und sonstige größere Kanäle im Mauerwerk, die wegen ihrer Breite nicht hydrophobierbar sind, müssen selbstverständlich bei derartigen Maßnahmen zusätzlich mit PlastaPox UW (Zweikomponenten-Reaktionsharz) kraftschlüssig und wasserdicht verpresst werden. Die von innen erzeugte isophob®-k-Flächensperre ist somit ein vollwertiger Ersatz, für eine fehlende bituminöse Außenabdichtung. isophob®-k bietet meistens die einzige Chance, diese problematischen Wandbereiche dauerhaft und bauphysikalisch richtig abzudichten.

Bohrschema einer isophob-k Flächensperre
Bild 8  Bohrschema einer isophob-k Flächensperre


 
Erstellung einer isophob®-k - Flächensperre


Für die mehrlagigen isophob®-k-Flächensperren werden die Injektionsbohrungen – im Bild 8 gezeigt – schachbrettartig versetzt gebohrt. Sowohl der horizontale, als auch der vertikale Bohrlochabstand, beträgt 25 cm. Als Bohrlochdurchmesser sind – je nach verwendeter Injektionslanze – 10-14 mm ausreichend. Nach der isophob®-k-Injektion ergeben sich in der Wand überlappende isophob®-k-Zonen (Bild 9), die den Wassereintritt aus dem Erdreich verhindern.

Da isophob®-k die Poren nicht verstopft, sondern in den Poren (auf der Porenwand) lediglich einen dünnen Polymerfilm abscheidet, wird entsprechend wenig Material verbraucht. Der Materialverbrauch ist ausschließlich von der Wandstärke abhängig und beträgt: Wandstärke (cm) x 16,5 = ml pro Bohrloch.

Beispiel: Wandstärke von 38 cm x 16,5 = 630 ml isophob®-k pro Bohrloch.

Für dickere Wände wird die rechnerisch entsprechende größere isophob®-k Menge benötigt. Die Bohrungen sollten im Mauerwerk schräg nach unten verlaufen (s. Bild 9), die Länge von 50-70% der Wandstärke aufweisen und mindestens eine Fuge durchbohren.

Verbreitung von isophob-k
Bild 9  Verbreitung von isophob-k
Wie in den Bildern 10-11 dargestellt ist, wird das isophob®-k bei der Injektion zunächst vom grobporigeren Mörtel der Fugen aufgenommen und wandert dann allmählich, unter Verdrängung des Porenwassers, in das feinporige Steinmaterial. Das gilt nicht nur für Formatsteine, wie Ziegel usw., sondern auch für Wände aus Naturbruchsteinen. Bei Natursteinmauerwerk kann es sogar sein, dass das Steinmaterial porenfrei ist und gar kein Wasser transportiert (Basalt usw.). Hier ist dann ausschließlich der Mörtel für den Wassertransport verantwortlich. Für das Entstehen einer fehlerfreien isophob®-k-Flächensperre in der Wand sind nur zwei Dinge wichtig: Die für die Wandstärke notwendige isophob®-k-Menge und die Mindestwandstärke mit mindestens einer vertikalen Fuge im Mauerwerksquerschnitt (Bild 10), die für die Bildung einer durchgehenden vertikalen Isophobierung notwendig sind (Bild 11, rote Kreise).
Verbreitung von isophob®-k innerhalb 3 Wochen
Bild 10+11  Verbreitung von isophob-k innerhalb 3 Wochen

Die vorhandene Wassersättigung der Wand ist dagegen unwichtig, da isophob®-k auch bei vollständig wassergesättigtem Mauerwerk die erforderliche Verteilung im Mauerwerk erreicht. Das Porenwasser wird durch IsophobK in andere Porenbereiche verdrängt

Diesen Effekt kann man in den ersten Tagen nach der Injektion gut erkennen, da das Porenwasser auch an die Wandoberfläche gedrückt wird und die Oberfläche hierdurch deutlich nasser ist. Eine gute Raum-lüftung ist daher wichtig.

Auch sehr dicke Wände stellen für die Erzeugung von isophob®-k-Flächensperren kein Problem dar. Bei Wandstärken über 1 m können zur Kosteneinsparung sogar sogenannte Teilquerschnittssperrungen, also die Isophobierung eines Teils der Wandstärke, ermöglicht werden. Die notwendige isophobe Wandstärke richtet sich bei solchen Teilquerschnittssperrungen nach dem Wandbaustoff und der zu erwartenden Druck-wasserbelastung. Unsere geschulten Isophob-Fachbetriebe beraten Sie in dieser Frage gerne bei der Planung. isophob®-k-Flächensperren lassen sich vielseitig an die Gegebenheiten oder Notwendigkeiten anpassen.

Bild 13 zeigt ein solches Beispiel mit Hanglage.Die Flächensperre wird hier dem äußeren, abfallenden Verlauf des Erdniveaus angepasst.

Bild 14 zeigt ein weiteres Beispiel: Sog. Treppenfeuchtigkeit. Bei diesem Problem sollte der Fachmann allerdings zuvor feststellen, ob eine Flächensperre wegen der fehlenden vertikalen Außenabdichtung notwendig ist, oder ob das Wasser durch Kapillarkontakt der Treppenstufen ins Mauerwerk eindringt. Im letzten Fall würde eine zweilagige, im Stufenverlauf liegende isophob®-k-Sperre ausreichen.

Beispiele mit Hanglage oder sog. Treppenfeuchtigkeit
Bild 13+14  Beispiele mit Hanglage oder sog. Treppenfeuchtigkeit

 

isophob®-k Flächensperren lassen sich in Vollsteinen mit vollfugiger Vermörtelung der Fugen problemlos und druckwasserhaltend erstellen. Bei nicht vollfugig vermörteltem Mauerwerk, das in den letzten 30 Jahren aus Kostengründen immer beliebter wurde, sieht das anders aus.

Planer, die dieses Mauerwerk gedankenlos auch im Kellergeschoß einsetzen, sparen zunächst möglicherweise 2000-3000 Euro, bauen jedoch einen Fehler ein, der für den Bauherrn bei der kleinsten Undichtigkeit zu einer teuren Abdichtungsmaßnahme führt. Die nicht vermörtelten Fugen stellen ein Labyrinth an Kanälen dar, durch das die Stelle an der das Wasser in die Wand eintritt, auch für einen geübten Fachmann, nicht mehr abzuschätzen ist. In solchem Mauerwerk muss daher der eingesparte billige Mörtel durch teure Reaktionsharzverpressung ersetzt werden. Erst danach kann man den porösen Baustoff, in den die Reaktionsharze aufgrund ihrer Viskosität nicht oder nur ungenügend eindringen, abdichten.

Wir nennen diese Sperren isophob®-k-Kombi-Flächensperre. Die vorhandene Wassersättigung der Wand ist dagegen unwichtig, da isophob®-k auch bei vollständig wassergesättigtem Mauerwerk die erforderliche Verteilung im Mauerwerk erreicht.



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